Kaffeemaschine und demineralisiertes Wasser

Demineralisiertes Wasser
Demineralisiertes Wasser

Der Retter der Kaffeemaschine – wozu ist demineralisiertes Wasser gut? Demineralisiertes Wasser kommt heutzutage in vielen Bereichen zur Anwendung. Durch die Vielzahl an elektronischen Geräten steigert sich auch der Bedarf an demineralisiertem Wasser.

Wie wird Wasser demineralisiert?

Für demineralisiertes Wasser ist ebenso wie für destilliertes Wasser herkömmliches Leitungswasser die Basis. Durch das sogenannte Ionenaustauschverfahren wird dieses dann von den Mineralien, die sich aus natürlichen Gründen im Wasser befinden, befreit. Dieses Verfahren nutzt die elektrische Ladung der Ionen und zieht diese dadurch aus dem Wasser.

Messung zur Bestimmung der Reinheit des demineralisierten Wassers

Die Reinheit eines Wassers kann dann durch die elektrische Leitfähigkeit des Wassers sehr exakt bestimmt werden. Reines Wasser leitet keinen elektrischen Strom. Das normale Wasser Strom leitet, hängt mit den darin enthaltenen Mineralien zusammen. Wenn nun also die Mineralien aus dem Wasser entfernt sind, dürfte dieses nicht mehr den elektrischen Strom leiten. Also kann anhand der Leitfähigkeit beistimmt werden, in welcher Konzentration Mineralien im Wasser enthalten sind. Hier gilt demnach die Faustformel. Je weniger das Wasser den elektrischen Strom leitet, umso reiner ist die Qualität des Wassers.

Anwendungsbereiche für demineralisiertes Wasser

Demineralisiertes Wasser ist besonders in Anwendungsbereichen interessant, in denen Kalk vermieden werden soll. Durch das Ionenaustauschverfahren und den Ionenaustauscher wird auch Kalk aus dem Wasser entfernt, der mitunter in einer sehr hohen Konzentration in unserem Leitungswasser enthalten ist. Kalk schädigt elektrische Geräte, da dadurch die Leitungen und Rohre verstopfen. Zudem sind Verkalkungen von Venen und Adern auch der Grund für Schlaganfälle und Herzinfarkte, wodurch ein stark verkalktes Wasser auch nicht besonders gut für den menschlichen Organismus ist. Demineralisiertes Wasser ist also für den Einsatz im Bügeleisen, der Spülmaschine, dem Wasserkocher oder der Kaffeemaschine durchaus prädestiniert und vorzugswürdig zu verwenden. Die Elektrogeräte halten dann länger und müssen deutlich merklich weniger oft entkalkt werden.

Selber demineralisiertes Wasser erzeugen – geht das?

Möchte man nun nicht im Kanister demineralisiertes Wasser kaufen und schleppen möchte kommt für die Privatperson auch eine Anschaffung einer Osmoseanlage infrage. Diese Anlage reinigt das Wasser nicht nur von vielen verschiedenen Schadstoffen, sondern auch von Kalk und anderen Mineralien und erzeugt somit ein sehr reines Wasser. In die Anlage kann ganz normales Leitungswasser gefüllt werden, welches dann durch verschiedenen Filter und Membran läuft und am Ende eine ungewöhnlich hohe Reinheit aufweist. Die Anschaffung einer solchen Anlage ist nicht ganz billig und sollte daher durchaus bedacht werden. Da allerdings die Schadstoffwerte in unserem Grundwasser weiterhin steigen, kann eine solche Anschaffung durchaus als Investition in eine gesunde Zukunft gewertet werden.